HII hat von der US Navy einen Auftrag zum Bau von zehn unbemannten ROMULUS-Überwasserschiffen im Rahmen des Medium-Unmanned-Surface-Vessel-Vorhabens erhalten. Die Auftragsmitteilung des Unternehmens datiert vom 29. September 2026, vor den Berichten Anfang Oktober und einer gesonderten Produktionsmeldung am 28. Oktober.

Die Erklärung der Navy vom 29. September kündigte Produktionsvereinbarungen mit HII, Galliano Marine Services und Saronic Technologies für jeweils zehn Schiffe an. Sie nannte durchschnittliche Beschaffungskosten von 40 Millionen Dollar je Schiff für den gesamten Kauf, keinen separat ausgewiesenen Wert des HII-Vertrags.

Auftrag und Werksmeldungen sind getrennte Ereignisse

WorkBoat berichtete am 2. Oktober über die Vergabe und hielt fest, dass HII weder den Vertragswert noch einen Lieferplan veröffentlicht hatte. Nach Angaben der Navy sollen die ersten Schiffe des Programms vor Ende des Finanzjahres 2027, also vor dem 30. September 2027, eintreffen. Ein Zeitplan für alle zehn HII-Schiffe wurde nicht veröffentlicht.

Die HII-Mitteilung vom 28. Oktober beschrieb dagegen eine Baufeier am Vortag in New Iberia, Louisiana. Am ersten ROMULUS-151-Rumpf wurde eine Gedenkplakette angebracht. Dies war ein Produktionsmeilenstein innerhalb des bestehenden Auftrags, keine weitere Bestellung von zehn Schiffen.

Das Unternehmen nennt Breaux Brothers Enterprises, Halimar Shipyard und Bayou Metal Supply & Manufacturing als Produktionspartner in Louisiana. Breaux Brothers baut in New Iberia; HIIs dezentrales Konzept verteilt Komponentenfertigung und Montage auf das regionale Netzwerk, bevor die abschließende Integration erfolgt.

Eine gesonderte Werksmitteilung vom 22. September betraf Pocasset, Massachusetts, wo HII eine bestehende Fläche von 40.000 Quadratfuß um 10.000 Quadratfuß erweiterte. Dieser Standort unterstützt Unterwasserfahrzeuge sowie ROMULUS-Autonomiehardware, Softwareintegration, Simulation und Modellierung. Er ist keine neu angekündigte Rumpfwerft in Louisiana.

Was die Navy von einem unbemannten Schiff erwartet

Ein mittelgroßes unbemanntes Überwasserschiff ist eine wiederverwendbare maritime Plattform, die ohne dauerhaft anwesende Besatzung navigieren und Missionsausrüstung transportieren soll. Ihr Nutzen hängt von Nutzlast, Kommunikation und Steuerungsverfahren ab, nicht allein vom unbesetzten Rumpf.

Die Navy will mit solchen Plattformen anpassbare Fähigkeiten über umkämpfte Seegebiete verteilen und zugleich die Gefährdung von Seeleuten verringern. Sensoren, Waffen und weitere modulare Ausrüstung lassen sich für unterschiedliche Einsätze integrieren; der Auftrag belegt nicht, dass jede vorgeschlagene Nutzlast bereits qualifiziert ist.

Laut HII übernimmt das Autonomiesystem Odyssey Navigation, Bordsysteme, Nutzlasten und die Abstimmung mit anderen Schiffen bei begrenztem menschlichem Eingreifen. In der Auftragsmitteilung vom September berichtete HII über 13 Tage Erprobung unter Beobachtung der Navy, darunter eine Mission über 420 Seemeilen in 28 Stunden.

Die Flottenintegration bleibt eine eigene Aufgabe

Die Navy vergab Produktionsvereinbarungen unter der Other Transaction Authority nach der Bewertung autonomer Navigation, Umfelderfassung und Ausdauer. Ihre September-Mitteilung beschrieb außerdem eine zweite Phase für Integration und Erprobung. Plattformauswahl und operative Integration sind somit unterschiedliche Schritte.

Die Teilstreitkraft überträgt Einführung und Integration ihrer Beschaffungsorganisation für robotische und autonome Systeme. Ein Zentrum für die Weiterentwicklung der Kriegführung verantwortet parallel Taktik, Ausbildung und operative Erfahrung. Der HII-Auftrag ist eine Fertigungszusage, keine Bestätigung, dass zehn Schiffe ausgeliefert oder in einsatzfähige Verbände eingegliedert wurden.