Die USA wollen russische und ukrainische Delegationen am 10. und 11 (Reuters). November 2026 in Abu Dhabi zusammenbringen, erklärte Gesandter Steve Witkoff in einem von Reuters am 2. November aufgegriffenen Social-Media-Beitrag (Reuters). Seine angekündigte Tagesordnung umfasst das Kriegsende, Sicherheitsvereinbarungen für die Nachkriegszeit, Deeskalation und humanitäre Maßnahmen zwischen den beteiligten Seiten.

Eine gesonderte offizielle Erklärung zur russischen Teilnahme folgte am 3 (Reuters). November: Kremlsprecher Dmitri Peskow benannte Präsidentenberater Wladimir Medinski als Delegationsleiter, berichtete Reuters. Diese Ankündigungen betreffen ein für die folgende Woche geplantes Treffen, nicht bereits abgeschlossene Verhandlungen oder eine von den Parteien angenommene politische Einigung zur Beendigung des Krieges.

Erwartete Vertreter und vorgesehene Themen

Witkoff und Jared Kushner sollen Washington vertreten, erklärte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter gegenüber Reuters; die Kremlerklärung nennt Medinski als russischen Chefunterhändler. Keiner dieser Berichte legt Zusammensetzung oder Leitung der ukrainischen Novemberdelegation fest, und eine angekündigte oder erwartete Beteiligung bestätigt noch nicht, wer tatsächlich am Verhandlungstisch sitzen wird.

Die Tagesordnung stammt aus Witkoffs von Reuters wiedergegebener Ankündigung, nicht aus einem gemeinsam veröffentlichten Verhandlungstext aller drei Parteien. Reuters berichtete auch, Wladimir Putin habe nach seinem Treffen mit Witkoff in St. Petersburg zwei Wochen zuvor einer neuen Runde zugestimmt, ohne vereinbarte Bedingungen für Sicherheitsgarantien oder die Reihenfolge einer Deeskalation zu veröffentlichen (Reuters). Die Reuters-Berichte benennen Gesandte und Präsidentenberater, kündigen aber keinen Gipfel der Staatschefs an. Sie veröffentlichen keinen Text darüber, wie eine künftige Sicherheitsgarantie durchgesetzt würde, welche Regierungen dafür einständen oder ob die genannten Sicherheitsfragen in einem einzigen Abkommen oder in getrennten Verhandlungen geregelt würden; diese Einzelheiten lassen sich aus der vorgeschlagenen Tagesordnung nicht ableiten (Reuters).

Vorbereitung und Ergebnisse früherer Gesprächsrunden

Amerikanische Unterhändler planten zudem in derselben Woche Gespräche auf Arbeitsebene in Brüssel mit Frankreich, Deutschland, Großbritannien, der EU und der NATO, erklärte ein Regierungsvertreter Reuters. Dieser Vertreter nannte ukrainische Sicherheitsgarantien, Europas künftige Sicherheitsordnung und Wiederaufbauhilfe als Themen, sagte aber nicht, dass alle diese Gesprächspartner auch an der Runde in Abu Dhabi teilnehmen würden.

Das ukrainische Präsidialamt dokumentiert frühere trilaterale Runden am 4. und 5. Februar in Abu Dhabi sowie am 17. und 18 (Ukrainian presidential office). Februar 2026 in Genf (Ukrainian presidential office). Sein Rückblick nennt die Heimkehr von 157 Ukrainern aus Gefangenschaft als wichtigstes Ergebnis der Februarverhandlungen, also einen humanitären Fortschritt und keinen Nachweis einer Einigung über die politischen Bedingungen des Kriegsendes.

Was vor dem Novembertreffen offenbleibt

Der ukrainische Sicherheits- und Verteidigungsrat beschrieb einen früheren Prozess in Abu Dhabi mit einer Plenarsitzung und anschließenden Arbeitsgruppen, an denen Rustem Umjerow und weitere Spitzenvertreter teilnahmen. Diese frühere Teilnehmerliste definiert nicht die Novemberdelegation, und die damalige Beschreibung substanzieller Arbeit belegt für sich genommen keinen Abschluss einer Sicherheitsvereinbarung.

Der aktuelle Reuters-Bericht beschreibt weiterhin große Differenzen zwischen Moskau und Kyjiw und meldet weder einen vereinbarten Friedenstext noch einen abgeschlossenen Waffenstillstand. Die genannten Termine, Themen und Unterhändler stehen somit für Vorbereitungen; tatsächliche Teilnahme, behandelte Fragen und mögliche Verpflichtungen müssen erst durch spätere Ereignisse und klar zuordenbare Erklärungen festgestellt werden.