Wiederholte gemeldete Drohnenangriffe trafen am 29. Oktober 2026 das Lager Hayiq Jari 2 in Äthiopiens Region Amhara, töteten Zivilisten und veranlassten Überlebende zur Flucht, wie Addis Standard in einem von The Eastleigh Voice übernommenen Bericht schildert; die Verantwortung ist nicht geklärt.
Frühe Meldungen reichten von mindestens 14 Toten bei Europa Press über 15 bei Reuters bis zu 16 bei Anadolu, während weitere und spätere Berichte noch stärker abwichen; eine unabhängig festgestellte Gesamtzahl der Todesopfer liegt nicht vor.
Berichte schildern aufeinanderfolgende Angriffe
Bewohner erklärten gegenüber Addis Standard, wiedergegeben von The Eastleigh Voice, das Lager sei mehrfach getroffen worden, während Familien in ihren Unterkünften waren; ein Zeuge berichtete von mindestens fünf Angriffen in Abständen von ungefähr 15 Minuten und Bränden in mehr als 20 Unterkünften.
Anadolu verortet das Lager bei Hayiq und nennt mehr als 1.800 Vertriebene, viele ursprünglich aus Oromia, während Reuters von mehr als 1.700 Bewohnern spricht; diese Schätzungen zeigen die ungefähre Größe, stellen aber keine geprüfte Belegungszahl zum Zeitpunkt des Angriffs dar.
Anadolu berichtet von Kindern unter den Toten und 22 Verletzten, die ins Krankenhaus von Hayiq und in schwereren Fällen nach Dessie gebracht worden seien; die Angaben stammen von Bewohnern und örtlichen Medien, nicht aus einem veröffentlichten Krankenhausregister der Opfer.
Unterschiedliche Todeszahlen bleiben ungeklärt
Europa Press schreibt die Zahl von mindestens 14 Toten dem Konfliktbeobachter Frontlines Ethiopia zu, dessen geprüfte Ereignisseite jedoch zwölf anzeigt; die verfügbaren Informationen erklären diese abweichenden Veröffentlichungen nicht, weshalb daraus keine einheitliche bestätigte Gesamtzahl gemacht werden kann.
Ein Folgebericht von Addis Standard bei The Eastleigh Voice vom 3. November gibt die aktualisierte Zahl einer Überlebenden mit 18 an, während African Press Agency Angehörige mit 24 zitiert; APA spricht einleitend selbst von mindestens 20 und enthält damit eine weitere interne Abweichung.
Ein von IDN veröffentlichter EEPA-Lagebericht nennt 16 Tote in Hayiq Jari getrennt von 16 bei einem gemeldeten Angriff auf einen Getreidelaster in Rama, Tigray; es handelt sich um unterschiedliche Ereignisse, deren Zahlen nicht zu einer Opferzahl für das Lager addiert werden dürfen.
Familien fliehen und die Verantwortung bleibt offen
Überlebende erklärten im Addis-Standard-Folgebericht, Familien verließen das Lager ohne organisierten Umsiedlungsplan und suchten Unterkunft in umliegenden Gemeinden; der Bericht beschreibt zugleich eingestellte Unterstützungsangebote und Unsicherheit darüber, wo die bereits vertriebenen Bewohner künftig sicher unterkommen können.
Reuters meldete, ein Sprecher von Ministerpräsident Abiy Ahmed habe auf eine Anfrage zunächst nicht reagiert und ein örtlicher Beamter organisiere Behandlung; Quellen der Agentur sagten, beim Angriff hätten in der Nähe keine Kämpfe stattgefunden, identifizierten aber keinen Angreifer.
Anadolu ordnet den Vorfall in Kämpfe zwischen Bundestruppen und Fano-Milizen in Amhara seit 2023 ein, darunter Drohnenoperationen mit Folgen für Zivilisten; dieser allgemeine Konfliktzusammenhang stellt jedoch nicht fest, welche Partei die Angriffe auf dieses konkrete Lager ausgeführt hat.
Der EEPA-Bericht bezeichnet die verantwortliche Gruppe ausdrücklich als unbestätigt, und der angeführte Reuters-Artikel enthält weder ein Bekennerschreiben noch eine Fano-Reaktion; Täter, Motiv und eine miteinander abgeglichene Opferzahl lassen sich aus diesen Darstellungen nicht feststellen.