Huthi-Truppen waren bis zum 2 (Reuters). November 2026 auf etwa 80 Kilometer, also 50 Meilen, an Aden herangerückt, berichteten vier militärische Quellen Reuters; die Agentur bezeichnete dies als größte Annäherung seit 2015. Reuters verortete Kämpfe an einem Lager bei Tur al-Bahah, auf den landseitigen Zugängen zur provisorischen Hauptstadt der international anerkannten Regierung.
Unabhängig davon identifizierten das Institute for the Study of War und das Critical Threats Project anhand geolokalisierter Aufnahmen aktuelle Bewegungen: wahrscheinlich die Einnahme von Souq al-Roubah am 1. November und einen weiteren Vorstoß nach Süden in Richtung Jabal Irf am 2 (ISW-CTP). November (ISW-CTP). Diese Bewertung stützt einen aktuellen Vormarsch, während die konkrete Entfernung von 80 Kilometern allein aus dem Reuters-Bericht stammt.
Kämpfe auf den landseitigen Zugängen
Drei Tage vor dem Bericht vom Montag griffen die Huthi Regierungsstellungen in al-Maqatirah an und drängten deren Verteidiger Richtung Tur al-Bahah zurück, so die militärischen Quellen von Reuters. Diese Quellen erklärten, der gesamte Bezirk sei gefallen; ihre Darstellung betrifft jedoch laufende Kämpfe und keine unabhängig vermessene Grenze zwischen dauerhaft kontrollierten Gebieten.
Die ISW-CTP-Analyse beschreibt zunächst einen Vorstoß nach Südosten und anschließend nach Süden, entlang des bergigen Zugangs aus dem Raum Taiz nach Aden. Nach dieser Bewertung überblicken die eroberten Höhen die verbliebenen regierungskontrollierten Abschnitte der Straße Taiz-Aden und könnten Verstärkungen, die auf dieser Verbindung nach Norden fahren, dem Feuer der Huthi aussetzen. ISW-CTP warnte zudem, dass sich Geländegewinne in exponiertem Gelände schwer sichern lassen könnten und ausreichende Luft- und Militärunterstützung für die Regierung einen weiteren Vorstoß zur Küstenebene erschweren könnte. Das ist eine Einschätzung möglicher Entwicklungen, kein Beleg für bereits eingetretene Ergebnisse und auch keine Zusicherung, dass eine bestimmte Verteidigungslinie tatsächlich halten wird (ISW-CTP).
Adens Rolle und die gemeldete Reaktion
In der Darstellung von Reuters blieb Aden der wichtigste Stützpunkt und provisorische Regierungssitz; einen Einmarsch der Huthi in die Stadt meldete die Agentur nicht. Reuters zufolge erfüllt Aden diese Funktion seit 2015, als die Huthi kurzzeitig eindrangen und wieder vertrieben wurden: Der historische Vergleich betrifft deshalb die Entfernung zur Stadt, nicht deren erneute Einnahme.
Der jemenitische Informationsminister hatte bei Veröffentlichung des Reuters-Berichts noch nicht auf die Anfrage reagiert; die Agentur bezeichnete Saudi-Arabien als Unterstützer der Regierung. Die Aden-Zeitung Al-Ayyam berichtete gesondert, Südliche Riesenbrigaden und Nation-Shield-Kräfte hätten die Front von Tur al-Bahah übernommen und Stellungen zurückgewonnen, was jedoch noch keine stabile Frontlinie belegt.
Was sich aus den Berichten nicht ableiten lässt
Ein vom Huthi-Funktionär Hamid Rizq verbreitetes Video sollte Kämpfer beim Einzug in Souq al-Rabouh zeigen, ließ sich laut Reuters zunächst aber nicht authentifizieren. Die spätere ISW-CTP-Bewertung stützte eigene Ergebnisse auf geolokalisierte Aufnahmen, ohne damit jede Behauptung zur Kontrolle des gesamten Bezirks oder jedes verbreitete Video zu bestätigen.
Weder Reuters noch die herangezogene ISW-CTP-Analyse lieferten eine unabhängig festgestellte Opferzahl für diesen konkreten Vorstoß oder den heutigen Standort jeder Einheit. Die von Reuters genannten 80 Kilometer beschreiben eine am 2. November gemeldete Position, nicht den Fall Adens oder eine ununterbrochene Kontrolle der Straße durch eine der beiden Seiten (Reuters).