Australien beteiligt sich mit rund 220 Militärangehörigen, F-35A-Kampfflugzeugen und dem Versorgungsschiff HMAS Stalwart an der Übung Bersama Lima 2026, gemeinsam mit Malaysia, Neuseeland, Singapur und dem Vereinigten Königreich. In der Mitteilung des australischen Verteidigungsministeriums vom 7. Oktober 2026 wird Singapur als Gastgeber der gemeinsamen Ausbildung von See-, Luft- und Landstreitkräften genannt.

Zum Kontingent gehören außerdem Seefernaufklärer des Typs P-8A Poseidon und der auf der Stalwart eingeschiffte Hubschrauber MH-60R. Australien beschrieb die Übung als Gelegenheit, Fähigkeiten verschiedener Teilstreitkräfte und nationaler Verbände zu verknüpfen, wobei gemeinsame Verfahren und berufliche Beziehungen zur angestrebten Verbesserung der Einsatzbereitschaft beitragen sollen.

Schiffe und Flugzeuge üben im gemeinsamen Verband

Der britische Beitrag umfasst die Patrouillenschiffe HMS Spey und HMS Tamar mit jeweils rund 60 Besatzungsmitgliedern. Die Ankündigung der Royal Navy vom 2. Oktober 2026 nennt geplante Szenarien wie das Anhalten und Durchsuchen von Schiffen, U-Boot-Jagd, maritime Flugabwehr und das Lenken von Schiffsartilleriefeuer durch Soldaten an Land.

Die Marine beschrieb zudem eine vorbereitende Phase, in der die Besatzungen andere Schiffe, Systeme und Arbeitsweisen kennenlernen sollen, bevor der dynamische Teil beginnt. Ein neuseeländisches Boardingteam war auf der Tamar eingeschifft. Das ist ein konkretes Beispiel dafür, wie Personal auf dem Schiff eines anderen Landes mitarbeitet und nicht lediglich neben dessen Kräften operiert.

Diese Zusammenstellung erklärt, warum sich die Zusammensetzung eines Marineverbands mit seinem Auftrag ändern kann. Hier vereint der angekündigte Verband Aufklärungs-, Kampf- und Versorgungskomponenten innerhalb derselben Übung. Eine bloße Schiffszahl würde einen großen Teil ihres Zwecks nicht erfassen.

Zivile Luftfahrtunterlagen zeigen das Übungsfenster

Singapurs AIP-Ergänzung 167/2026, veröffentlicht am 20. August 2026, legt den Zeitraum für den Übungsluftraum vom 12. Oktober 2026 um 00:01 UTC bis zum 21. Oktober 2026 um 11:00 UTC fest. Er umfasst Teile der Fluginformationsgebiete Kuala Lumpur und Singapur.

Die Mitteilung benennt Zeitfenster für Luftverteidigungsübungen sowie getrennte Regelungen für das Schießen von Schiffen und für Luftkampfaktivitäten. Nicht benötigter Übungsluftraum wird an die zivile Flugverkehrskontrolle zurückgegeben. Das zeigt, dass große Militärübungen eine Abstimmung über die beteiligten Streitkräfte hinaus erfordern.

Vorgesehen sind auch besondere Einschränkungen am Flughafen Singapore Changi am 20. Oktober 2026 von 03:15 bis 03:45 UTC. Es handelt sich um veröffentlichte Planungsregelungen. Die Mitteilung belegt nicht, welche einzelnen militärischen Flüge tatsächlich stattgefunden haben oder welche Ergebnisse sie erzielten.

Teilnahme und Leistung sind unterschiedliche Maßstäbe

Die Five Power Defence Arrangements bestehen seit 1971. Singapurs Verteidigungsministerium beschreibt Bersama Lima als Teil eines umfassenderen FPDA-Übungsprogramms, zu dem auch Bersama Shield und die auf Landoperationen ausgerichtete Übung Suman Warrior gehören.

Die benannten Kräfte und reservierten Übungsräume dokumentieren eine umfangreiche multinationale Aktivität. Sie liefern keine unabhängige Bewertung dafür, wie gut diese Kräfte im Gefecht abschneiden würden. Wie bei anderen Militärübungen wären dafür Belege über erreichte Ziele, festgestellte Schwächen und anschließend umgesetzte Änderungen erforderlich.